Nuki 2.0 – der Türbuttler

Elektrischer Kofferraumöffner ist äußerst angenehm wenn die beiden Händen einen schweren Gegenstand halten, den man ungern ablegen möchte. Dieses Prinzip war gewünscht für meinen Hauseingang. Oft davor gestanden mit Einkäufen jeglicher Art, um dann zu versuchen irgendwie an den Haustürschlüssel zu gelangen ohne dabei auch nur ein Teil fallen zu lassen. Die Tür muss ja auf, um die Einkäufe zu beherbergen.

Was dem Kofferraum sein Sensor ist dem Haustürschloss sein Nuki. Gesucht wurde der Buttler schon länger, gefunden nun bei einer Firma die sich Nuki Home Solutions GmbH nennt. Wichtige Features die ein digitales und intelligentes Türschloss für mich haben müssen lauten wie folgt:

  • Zugangsberechtigung zeitlich zu steuern
  • einen „Türbuttler“ wenn ich mich der Tür nähere (Tür öffnet sich und seine Türfalle, so dass man die Tür aufschubsen kann)
  • eine einfache Methode ohne Schlüssel die Tür zu öffnen wie durch eine Fernbedienung bei einem Garagentorantrieb

Viele Anbieter versprechen dieses oder jenes aber nicht meine Wünsche. Nuki 2.0 hat nun meine Wünsche genau verstanden und umgesetzt. Ich muss noch nicht mal ein neues Schloss mir zulegen. Montiert wurde es direkt mit einem vorhanden Schlüssel auf dem Schliesszylinder der Tür. Kleben oder schrauben und auch für absolute Einsteiger machbar. Einfache und sehr saubere Sache. Nuki gibt auch Nachhilfe in Sachen Türen auf Ihrer Internetseite unter dem Installations-Check.

Dafür lässt sich das Nuki auf drei Arten perfekt an eine vorhandene Tür montieren. Per kleben, schrauben und schrauben, wobei das erste schrauben nur drei kleine Mardenschrauben sind, die auf den Zylinder greifen. Das Zweite schrauben bezieht sich dann darauf, dass die Haustür drei formschöne Löcher bekommt. Kleben ist klar. Ich habe die erste Variante des schrauben gewählt, da mein Handwerker (dank an Andre Wieking) meine Haustür dafür vorbereitet hatte. Eigntlich nur, falls mir das Nuki nicht gefallen würde, hätte ich es ohne jegliche spuren wieder in seinen Karton befördern können. Perfekter Nebeneffekt, Nuki lässt sich auf jeden Zylinder fast montieren und nachrüsten! Man muss nur einen Haustürschlüssel opfern, dieser verschwindet dann im Nuki. So kann man Nuki auch von aussen mit dem Schlüssel wie gewohnt öffnen und auch von innen kann man den Nuki drehen bis er schwindelig wird – genau so muss Smarthome sein. Der Türsensor lässt sich einfach aufkleben denn er besteht aus einem leichten Magneten über dem das Schloss weiss ob die Türe offen oder geschlossen ist – also ob es drinnen zieht oder nicht.

Nuki SchlossNuki Schloss inkl. Türsensor

Die haptische Hardware spricht mich an, solide und sauber verarbeitet. Einzig der FOB. Es geht mit der Verpackung los, die nicht richtig zu geht/ist. Weiter gefällt mir das Kunststoff nicht aus dem es gefertigt wurde. Wirkt günstig zudem passt die Batterienklappe nicht richtig in sein dafür vorgesehenen Platz. Letzteres kann man durch einen Schlüsselring gut abfangen aber das ist ja nicht der Sinn. Schade das hier zu wenig Geld in das Material investiert wurde. Die Bridge ist wiederum gelungen einfach und sehr gut verarbeitet und hat auch nur einen Button.

Nuki FOB
Nuki Fob

Bedienen lässt sich das Nuki per Web, App, FOB, Keypad und Smarthome. In unserem Hause wird es per Web, App, FOB oder Echo Plus bedient, wobei er Echo lediglich zusperren darf und sonst nix! Der FOB ist die gewünschte Fernbedienung für eine Tür. Man kann einfach einstellen was der FOB bei einem einfachen „drücken“ machen soll. Bei uns öffnet er die Tür sprich es wird aufgesperrt und die Falle eingezogen. So läuft die Tür ein Stück auf und man kann „eintreten“.

Die Auto-Unlock Funktion hatte ich mir nicht so einfach und genial vorgestellt. Nach Hause kommt man nach einem Einkauf meist mit vollen Körben, der Umwelt wegen, und hat keine Hand frei. Dann kommt Nuki zuvor und öffnet netterweise die Tür wenn das Smartphone sich in Bluetooth nähe befindet. Wahnsinn wie gut es funktioniert. Möchte diese Funktion schon jetzt nicht mehr missen. Einstellen den Radius, selbest weiterführende Aktionen beim verlassen eines selbst bestimmten Gebietes oder eindringen können erstellt werden. So kann man das Nuki abschließen lassen, wenn man sich aus einem bestimmten Bereich entfernt.

Auch der digitale Schlüssel für die Verwandtschaft ist schnell und einfach erstellt und verteilt. So spart man einen Platz am Schlüsselbrett. Zusätzlich kann man den digitalen Schlüsselträgern Berechtigungen geben und entziehen – ganz einfach. Selbst mein Handwerker konnte so ohne unser beisein sein Werk verichten. Tage und Uhrzeiten können den digitalen Schlüssel nutzlos machen, perfekt. Ein Code gibt es nach erfolgreicher Erstellung und Einstellung des digitalen Schlüssels, den man per Nuki App nutzen kann. Leider muss hierzu die gesamte Nuki App geladen werden, es wäre wesentlich einfacher für alle eine extra App dafür zu erstellen, die sonst nichts kann.

Unglaublich der Umfang, der Einstellungen in der Nuki App. Für mich ein Honigtopf für andere ein Graus. Technisches Verständnis ist vorteilhaft in der Nuki App wenn man tiefer einsteigen möchte. Parametrisieren lässt sich äußerst viel. großes Lob an Nuki. Die App lässt sich immer schnell bedienen. Die schnellen Aktionen wie Tür öffnen, verriegeln usw. findet man schnell, beim Apfel sogar als 3-D Touch oder als Widget.

Mit der digitalen Smartwatch geht es auch perfekt. Die App merkt sogar die Nähe des Nuki Schlosses und fühlt sich dann so wohl, dass es Push Mitteilungen aufs Handy bringt und bitte es öffnen zu dürfen.

Einige Aktion am Nuki selbst oder am Fob, wie oben geschrieben, lassen sich einstellen. So lässt sich per Doppeltipp am Nuki Schloss selbst, die Tür nach einer selbst definierten Zeitspanne automatisch verriegeln. Gleiches gilt für den Fob. Hier bin ich nach wie vor schwer unzufrieden was die Verarbeitung angeht – HIER MUSS nachgebessert werden liebe Austrianer!

Ein Webinterface gibt es auch, sobald man den Klotz dazu kauft der sich mit dem Namen Nuki Bridge bedeckt.

Die Bridge mag die Nähe zum Nuki Schloss aufgrund der Bluetooth Verbindung. Praktisch das der Klotz das Netzteil integriert in seinem Plastik-Körper hat. So kann man diesen direkt in 220V stecken. Die beiden finden und mögen sich auf Anhieb und schon kann man das Nuki Schloss, so fern man gewillt ist, von überall auf diesem Planten steuern und einstellen.

Kind im Manne Fazit:
Das Schloss begeistert mich sehr. Das „Coming Home“ also die Tür zu öffnen wenn man nach Hause kommt ist genial einfach und klappt bislang immer. Die App läuft sauber und das Webinterface genauso. Zweizig der Fob und der Batterie Hunger sind mir ein Dorn im Auge. Batterien brauche ich einmal im Monat. Sogar die teuren, die Nuki empfiehlt, halten nicht lange. Die Integration für meinen Computer (Alexa) funktioniert, habe ich aber so eingestellt das nur abgeschlossen wird per Sprache, was ich nie nutze. Nice to have nothing to use. Interessanter sind da die Routinen von Nuki wie zeitlicher Veriegelungsplan oder was passiert wenn. Nuki ist auch brav und bringt immer wieder neue Funktionen und verbessert die bestehenden, Lob auf die Austrianer! Ich möchte es nicht mehr missen und meine Tochter kann nun die Tür per Fernbedienung öffnen wenn sie nach Hause kommt. Zudem kann aus der App oder dem Web dank Nuki Bridge von überall aufgeschlossen werden.

Moment eine Sache noch. Man geht nun oft ohne irgendwelche Schlüssel aus dem Haus, dass kann zum Problem werden, wenn die Batterien alle sind vom Smartphone oder Nuki, deswegen immer einen Ersatzschlüssel beim NebenmannFrau parken!